Zwischen Tür und Angel

Zwischen Tür und Angel

Im Gespräch mit Dipl.-Ökonom Carsten Döring

Carsten Döring ist Dozent im Fachbereich Wirtschaft an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Die Module BWL-Grundlagen, BWL-Unternehmensführung und BWL-Investition und Finanzierung stehen auf seinem Plan. Neben dem Studium  absolvierte Döring eine Ausbildung als Immobilienmakler. Später wurde er Geschäftsführer im Anlagenbau und Berater zur Existenzgründung und -sicherung. Schließlich begann er die Lehrtätigkeit an einer privaten Fachschule für Wirtschaft und wurde Dozenten an einigen Fachhochschulen. Seit 2007 ist er an der Jade Hochschule  tätig. Zunächst im Fachbereich Management, Information und Technologie (MIT), seit 2010 am Fachbereich Wirtschaft.

 

Herr Döring, Dozent sein, eine Art Traumberuf für Sie?

D: Ursprünglich nicht, aber man gewöhnt sich an alles. Heute unterrichte ich sehr gerne!

Was sind die Vorteile gegenüber der Arbeit in der freien Wirtschaft?

D: Späterer Arbeitsbeginn, meist nette Kollegen, viele junge Menschen, kreativere Atmosphäre und weniger Zwänge.

Und die Nachteile?

D: Lange Abende am Schreibtisch und weniger Verdienst. Die Bezahlung hängt nicht mehr davon ab, wie erfolgreich ich arbeite.

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

D: Als Jugendlicher wollte ich Ingenieur werden.

Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit Studenten?

D: Die häufig auch geäußerte Anerkennung. Neue Ideen und Anregungen aus den persönlichen Gesprächen.

Der Umgang mit jungen Menschen Tag für Tag: Eine Herausforderung?

D: In jedem Fall.

Womit bringen Sie Abwechslung in die Vorlesungen?

D: Mit der Verbindung von Theorie und Praxis. Mit realen Beispielen und aktuellen Fallstudien.

Kriterien für eine gute Note?

D: Denkfähigkeit, Wissen, Logik.

Was sollen Studenten bei Ihnen für das Leben lernen?

D: Bestenfalls Wissbegierde, vielleicht auch Neugierde. Toleranz und Fairness im Alltag und gleichzeitig Ziel- und Erfolgsorientierung für sich selbst.

Ihr Lieblingsort an der Jade Hochschule?

D: Der Hörsaal, die Cafeteria und ganz besonders mein Büro.

Und in Wilhelmshaven?

D: Die Sportboothäfen.

Drei Verbesserungsvorschläge für den Campus:

  1. ..die Cafeteria
  2. ..mein Büro
  3. ..die Gebäudeoptik

Welcher Dozenten-Typ sind Sie?

D: Berater auf Augenhöhe.

Und welcher Schüler-Typ waren Sie?

D: Eher locker, aber immer interessiert. Zuverlässig und respektvoll gegenüber meinen Lehrern.

Was denken Sie schätzen die Studenten an Ihnen?

D: Nachvollziehbare Kompetenz, den Praxisbezug und Fairness.

Womit können Sie so gar nicht bei Studenten landen?

D: Mit moralischen Vorträgen.

Ihre Hobbies?

D: Im Sommer Wassersport. Im Winter Schneesport. Tatsächlich auch die Wirtschaftspolitik. Ich gehe gerne in Parks, betrachte gerne alte Gemäuer. Das größte Hobby sind aber natürlich meine Kinder.

Auf was wollen Sie im Leben nicht verzichten?

D: Meine Hobbys und auf Urlaub.

Gibt es Spitznamen, die Ihre Studenten für Sie haben?

D: Ich hoffe nicht!

Zeiten, die Sie gerne nochmal erleben würden?

D: Die 80er Jahre und meine verstorbenen Eltern.

Dinge, die Sie noch machen möchten?

D: Unter anderem ein Buch schreiben.

Ihr Lieblingslied?

D: Da gibt es einige.

 

Vielen Dank für das Interview.

Autorin des Artikels: Pia Jünke

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