Wer hat Angst vorm schlimmsten Kurs? Eine Suche nach den gefürchtetsten Modulen an der Jade Hochschule

Wer hat Angst vorm schlimmsten Kurs? Eine Suche nach den gefürchtetsten Modulen an der Jade Hochschule

Ein Studium in der Regelstudienzeit absolvieren und keine Module schieben? Das ist wohl der Traum eines jeden Studierenden. Leider gibt es immer wieder Fächer, die einem eher zusagen und eben auch jene, die einem so gar nicht liegen. Genau um letztere Module geht es in diesem Artikel. Jade.impuls-Redakteur Max Schirmacher ist der Frage nachgegangen, ob es überhaupt so etwas wie generelle „Angstmodule“ in den einzelnen Studiengängen gibt, oder ob das von Studierendem zu Studierendem unterschiedlich ist.

Wenig Auskunft aus den Dekanaten

Die erste Anlaufstelle waren die Dekane der verschiedenen Studiengänge an den drei Studienorten Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth. Möglicherweise haben die Dekane statistische Auswertungen über die Durchfallquote in den einzelnen Modulen oder geben eine persönliche Einschätzung. Es gab allerdings einige Hindernisse, die verhinderterten, dass die Dekane ausführliche Auskünfte geben konnten. Zum einen gebe es diese Statistik nicht und zum anderen seien die „Angstmodule“ in der Praxis häufig mit Dozenten verbunden. Aus diesem Grund wollten die Dekane auch ungern ein „gefühltes“ Angstmodul angeben. Einzig im Fachbereich Architektur wurden mir die Module Entwerfen, Baumanagement und Architekturtheorie genannt. Auch hier liege es aber nicht zwingend an den komplizierten Inhalten, sondern an Kritiken zu den Kursarbeiten, die die Studierenden etwas abschrecken würden.

Lernberatung der Hochschule gibt Stimmungsbild

Bei dem Angebot „Lernberatung und Lerncoaching“ der Zentralen Studienberatung (ZSB) in Oldenburg hatte ich mehr Erfolg. Die zuständige Mitarbeiterin Susanne Busche berät Studierende bei Prüfungsangst, Klausurstress und hilft bei Wissenslücken. Auch ihr lag zwar keine Statistik vor, sie verriet mir aber, wegen welcher Module die Studierenden am häufigsten zu ihr kommen. Im Studiengang Maschinenbau sei häufig Thermodynamik ein problematisches Modul. In Mechatronik seien es vor allem die zwei Module zu Elektrotechnik. Im Fachbereich Wirtschaft zählten Bilanzierung, Makro- und Mikroökonomie und Steuerrecht zu den Problemfächern. „Auch mit Mathe haben sehr viele Studierende Schwierigkeiten“, erzählt Busche. Sie hat aber auch den Eindruck, dass einige Studierende vielmehr mit den strukturellen Anforderungen der Dozenten nicht zurechtkommen würden und es daher nicht an inhaltsbedingten Schwierigkeiten liege.

Maßnahmen der Hochschule

Evaluationsbeauftragte und verantwortlich für die Befragungsentwicklung und Lehrveranstaltungsevaluation an der Jade Hochschule ist Ulrike Sunken. Auch sie hatte zwar keine Statistiken vorliegen, nannte aber beispielhaft Mathe und Bilanzierung als häufige Angstfächer. Dabei verwies sie auch auf die zusätzlichen Angebote, die den Studierenden für Mathe zur Verfügung stehen. Martin Menke bietet für dieses Modul an allen drei Studienorten Lernunterstützung an. Außerdem kann man sich im Allgemeinen durch die Zentrale Studienberatung in Sachen Lernen beraten und coachen lassen. Daneben werden auch Prüfungscoaching oder Hilfe bei Studienkrisen angeboten.

Fazit

Schwarz auf Weiß steht die Frage nach den Angstfächern in den verschiedenen Studiengängen und Fachbereichen nirgendwo klar beantwortet. Tendenzen lassen sich aber auf jeden Fall erkennen, wenn man diejenigen befragt, die tagtäglich mit solchen Ängsten der Studierenden konfrontiert werden. Offenbar ist es so, dass nicht nur die tatsächlichen Lerninhalte damit zu tun hätten, sondern auch Dozenten, Aufgabenstellungen, Erwartungshaltungen und Feedback, was die Studierenden bekommen. Natürlich ist es auch immer eine Sache der persönlichen Kompetenzen und Vorlieben. Weiter Informationen über die Hilfsangebote der Jade Hochschule erhaltet ihr hier: https://www.jade-hs.de/studium/waehrend-des-studiums/zentrale-studienberatung/serviceangebot/#c52649

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