Mündliche Ergänzungsprüfung adé?

Mündliche Ergänzungsprüfung adé?

Am 5. April wurde eine neue Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge der Jade Hochschule veröffentlicht. Eine Passage darin betrifft die mündliche Ergänzungsprüfung: In Paragraph 11 wird in Bezug auf die mündliche Ergänzungsprüfung auf Teil B, also den speziellen Teil der Prüfungsordnung für die einzelnen Studiengänge, verwiesen. Doch was bedeutet das?

Während in der alten Prüfungsordnung die Verpflichtung zur mündlichen Ergänzungsprüfung fachbereichsunabhängig für alle Studiengänge bestand, wird die Regelung nun in den für die einzelnen Studiengänge zuständigen Fachbereichen getroffen. Die Entscheidung darüber trifft der Fachbereichsrat. Er sorgt für die Anpassung des Teils B an den neuen Teil A. „Normalerweise werden Änderungen an der Prüfungsordnung während der Reakkreditierung eines Studiengangs durchgeführt“, erklärt Prof. Dr. Dirk Fischer, Mitglied des Fachbereichsrats Management, Information, Technologie (MIT). Spätestens 2 Jahre nach Veröffentlichung des neuen allgemeinen Teils A müssen für alle Studiengänge die Teile B angepasst worden sein. So steht es in Paragraph 25 des Teils A.

Aktuell ist dies zum Beispiel im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Fall. Der Fachbereichsrat (MIT) hat am 19. April die Änderungen in Teil B der Prüfungsordnung für diesen Studiengang beschlossen. Dort wird es zukünftig keine mündliche Ergänzungsprüfung mehr geben.

Ein gewisser Ausgleich besteht darin, dass künftig gemäß dem neuen Teil A der Prüfungsordnung in allen Bachelorstudiengängen die Pflichtanmeldung zur Prüfung im Semester nach einem Fehlversuch entfallen wird. „Durch diese Veränderung soll der Druck auf die Studenten verringert werden. Durch den Wegfall der Pflichtanmeldung können sie ihr Studium flexibler gestalten und haben nach einem Fehlversuch mehr Zeit zum Lernen“, sagt Prof. Dr. Dirk Fischer. Eine weitere Erleichterung für die Studenten ist der Wegfall der 40-Punkte-Grenze. Nach der alten Prüfungsordnung müssen nach dem dritten Semester mindestens 40 Leistungspunkte erreicht sein, sonst droht die Zwangsexmatrikulation. In der neuen Prüfungsordnung ist diese Grenze nicht mehr vorgesehen.

Die neue Prüfungsordnung tritt unabhängig vom Studiengang immer erst mit der Erneuerung des Teils B in Kraft. Außerdem gilt für Studenten diejenige Prüfungsordnung, in der sie ihr Studium begonnen haben. Ein Wechsel in die neue Prüfungsordnung ist jedoch möglich.

Autorin des Artikels: Julia Belcufine

Schreibe einen Kommentar