Koch doch mal: Mexikanisch Grün-Rot

Koch doch mal: Mexikanisch Grün-Rot

Ketchup und Mayonnaise, das sind die Soßen, mit denen viele in Deutschland Fast-Food jeglicher Art kombinieren. In Deutschland essen, laut einer Erhebung der VuMA (Verbrauchs- und Medienanalyse) 24 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal die Woche Ketchup und 10 Prozent Mayonnaise. Wenn wir einen Blick auf andere Länder werfen, dann stellen wir fest, dass hier nicht nur die Sprache und das Klima, sondern auch die Soßen andere sind. In Mexiko zum Beispiel wird aus Rot und Weiss, Grün und Rot, passend zur Fahne. Gemeint ist damit Guacamole und Salsa. Diese sind Bestandteile der mexikanischen Küche, die die UNESCO 2010 zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat. Genau diese beiden Dips werde ich heute kochen. Wer schon das Pizza Rezept gelesen hat, wird heute gut auf die Salsa vorbereitet sein, denn Pizzasoße und Salsa unterscheiden sich nur im Detail.

Rezeptliste Salsa:

  • Eine Dose gehackte Tomaten
  • Eine gelbe Paprika
  • Eine rote Paprika
  • Zwei Zwiebeln
  • Eine Knoblauchzehe
  • Jalapenos
  • Eine Limette
  • Salz, Cayenne Pfeffer, Bunter Pfeffer
  • Olivenöl

Den Anfang macht die Salsa. Zuerst musst du das Gemüse kleinschneiden, je kleiner desto besser, denn große Stückchen stören beim Dippen. Die beiden Paprikas würfelst du und brätst sie dann in einem Topf an. Nach kurzer Zeit gibst du die Zwiebeln und die Jalapenos hinzu. Wie viel Jalapenos du hinzugibst, musst du entscheiden, denn damit wird die Salsa schnell zu scharf. Wenn die Zwiebeln anfangen glasig zu werden, löscht du den Inhalt des Topfes mit einer Dose gehackter Tomaten ab. Jetzt nimmst du eine Limette, teilst diese in der Mitte und drückst den Saft der Zitrusfrucht in den Topf aus. Danach stellst du die Temperatur des Herds runter, so dass die Salsa vor sich hin köchelt. Am besten mindestens eine Stunde, wer länger warten kann, sollte das tun. Mit jeder weiteren Minute zerkochen die Bestandteile der Salsa und das Ergebnis gleicht mehr einem Dip als einer Tomatensoße mit großen Paprikastückchen. Gewürze sollten erst zum Schluss in die Salsa kommen. Wer scharfe Soßen wie Tabasco hat, kann diese auch in die Salsa geben. Gerade die säuerlichen, scharfen Saucen ergänzen sich perfekt zur Salsa. Während deine Salsa kocht, ist die Zeit für die Guacamole gekommen.

Rezeptliste Guacamole:

  • Ein drittel Gurke
  • Drei Radieschen
  • Zwei Tomaten
  • Eine halbe Zwiebel
  • Eine Avocado
  • Eine Knoblauchzehe
  • Petersilie
  • Salz, Cayenne Pfeffer, Bunter Pfeffer

Im Prinzip ist die Guacamole mehr als ein Dip. Sie ist eine Art Salat. Deswegen ist bei einer Guacamole genauso wie bei einem Salat die Geschmacksvariation entscheidend. In diese Guacamole kommen deshalb nicht nur Tomaten und Zwiebeln hinein, wie Jamie Oliver auf seiner Website vorschlägt, sondern auch Gurken, Radieschen, Knoblauch und Petersilie. Die Tomaten, Gurken und Radieschen schneidet ihr in kleine Stückchen und würfelt die halbe Zwiebel. Auch den Knoblauch musst du zerkleinern und mit zwei Esslöffeln Olivenöl kurz in der Pfanne angebraten. Kurz meint in diesem Fall nicht viel länger als eine Minute, wenn die Pfanne schon heiß ist. Sowohl Olivenöl als auch Knoblauch werden mit der Guacamole vermischt. Denn am Anfang ist der Knoblauchgeschmack sehr viel intensiver. So sparst du dir stundenlanges Warten, bis der Knoblauch in den grünen Dip eingezogen ist. Jetzt nimmst du die andere Hälfte der Limette und drückt sie über der Guacamole aus. Die Säure und die Süße der Limette sind charakteristisch für den mexikanischen Geschmack. Zuletzt musst du die Guacamole mit Salz, Pfeffer und Cayenne Pfeffer abschmecken.

Ein bisschen Kleinschneiden hier, ein bisschen Verrühren da und ein bisschen Abschmecken dort. So bekommst du mit wenig Aufwand zwei Dips hin, die sich praktisch mit allem kombinieren lassen. Wer es einfach will, kauft sich noch eine Packung Tortilla Chips und überbackt diese mit Käse. Auch als Mitbringsel für Partys sind die beiden Dips geeignet. Also stell dich in die Küche und koch mal wieder!

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