Fünf Tipps, um deinen Lastern auch nach Ostern fernzubleiben

Fünf Tipps, um deinen Lastern auch nach Ostern fernzubleiben

Nach 40 Tagen Fastenzeit endlich wieder Netflix schauen und den ganzen Tag in den sozialen Netzwerken abhängen. Mark Zuckerberg gefällt das. Dir auch? Eigentlich ist das Fasten doch gar nicht so schlecht. Je nachdem, worauf du verzichtest, hast du mehr Zeit für dich oder schlichtweg die Möglichkeit, die Waage zu deiner besten Freundin werden zu lassen. Ach, du hast gar nicht gefastet? Na dann aber los. Wir haben uns mal bei deinen Kommilitonen nach Tipps umgehört – und machen dich fit für den Zweitversuch.

1. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Sind wir doch mal ehrlich: Mit dem Fasten ist es wie mit den Neujahrs-Vorsätzen. Du steckst dir hohe Ziele und verfällst dann wieder in alte Laster. Doch sieh es positiv: Wenn du den Willen zum Fasten erst einmal verinnerlicht hast, bist du 45 Prozent aller Deutschen schon voraus. Für die nämlich kommt das Fasten gar nicht erst in Frage. Das hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Misereor herausgefunden. Und wenn du schon vor Ostern gefastet haben solltest, dann hältst du auch nach Ostern noch weiter durch. Denn Gehirnforscher haben nach Angaben des Magazins „Dein bestes Leben“ herausgefunden, dass sich Gewohnheiten ab 30 Tagen festigen. Der 24-jährige Student Thomas F. hat über ein Jahr auf Süßigkeiten verzichtet. „Der Anfang ist am schwierigsten. Aber irgendwann hast du einfach kein Bedürfnis mehr nach Süßigkeiten, weil du lange genug ohne sie ausgekommen bist“, erzählt er. Warum genau soll sich dein Körper jetzt also wieder an schlechte Ernährung oder den dauerhaften Handy-Konsum gewöhnen?

2. Planung ist das halbe Leben

Mach dir einen Plan, wie du deine „neuen Gewohnheiten“ angehen willst und suche dir Alternativen zu deinen Lastern. Statt die neuesten Serien auf Netflix zu schauen, willst du lieber häufiger den Weg ins Fitnessstudio antreten? Dann nimm die gepackte Sporttasche am besten morgens schon mit in die Hochschule. Ob du mit einem reinen Gewissen die unbenutzte Sporttasche wieder mit nach Hause bringen wirst? Wohl kaum. „Wenn ich meine Sporttasche nicht schon mit in die Hochschule nehmen würde, würde ich es wohl nur halb so oft ins Fitnessstudio schaffen“, erzählt Studentin Pegah M. (24). Wenn du nach Inspirationen suchst, was du fasten kannst: Die Deutschen verzichten nach Angaben von YouGov am liebsten auf Alkohol (48 Prozent), Süßigkeiten (47 Prozent) und Fleisch (30 Prozent). Nur sieben Prozent planen den Verzicht auf digitale Geräte. Wobei gerade der dir natürlich mehr Freizeit verschaffen würde.

3. Geteiltes Leid ist halbes Leid

Erzähl deinen Freunden von deinen Plänen. Vielleicht machen sie ja mit. Wenn ihr gemeinsam an einem Strang zieht, könnt ihr in den schweren Phasen gegenseitig für euch da sein. Und sei doch mal ehrlich: Wirst du es mit deinem Stolz vereinbaren können, eher als deine Freunde die weiße Fahne zu schwenken und aufzugeben? Na also! Mit einem Wetteinsatz könnt ihr das Privatduell noch auf die Spitze treiben. Studentin Gina B. (22) hat damit positive Erfahrungen gemacht: „Ich hatte mal mit zwei Kommilitonen eine Süßigkeiten-Wette am Laufen. Der Gruppendruck war so groß, dass ich mich gar nicht getraut habe, zur Tafel Schokolade zu greifen.“

4. Kleinvieh macht auch Mist

Auch kleine Erfolge wollen gefeiert werden. Du hast wieder einen Tag ohne Süßigkeiten überstanden oder hast erneut einen Fünf-Kilometer-Lauf absolviert? Dann schreib es dir auf. Das war das Erfolgsrezept von Student Fabian N. (20), der seinen Handykonsum reduzierte und sich für einen Halbmarathon anmeldete, um mehr Sport zu treiben. „In einem sogenannten Lauf-Tagebuch habe ich meine Erfolge dokumentiert. Das hat mich total angespornt, von Tag zu Tag besser zu werden.“ Wissenschaftler um Professorin Teresa Amabile von der Harvard Business School haben herausgefunden, dass sich das tatsächlich positiv auf unser Selbst auswirkt. Durch die kleinen Erfolgserlebnisse wird in unserem Gehirn Dopamin erzeugt. Das sorgt nach Angaben der Bankhofer Gesundheitstipps dafür, dass wir glücklich sind und unsere Leistungsbereitschaft gesteigert wird. Und urplötzlich macht dir das Fasten sogar Spaß. Genial, oder?

5. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Wie sagte Ex-Fußballprofi Lothar Matthäus einst so schön? „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.“ So, oder zumindest so ähnlich, solltest du auch denken, wenn es mit der Einhaltung deiner Ziele nicht immer so klappt. Behalte dir stets vor Augen: Du fastest nur für dich selbst. Es zwingt dich niemand dazu. Also ist es auch völlig legitim, wenn du dir ab und zu auch mal einen Cheat-Day genehmigst. „Durch den zwischenzeitigen ‚Urlaub’ vom Fasten habe ich im Endeffekt länger durchgehalten“, erzählt Studentin Linda L. (21), die drei Monate lang auf Fleischprodukte verzichtete. Der Cheat-Day sollte dabei nur nicht zur Gewohnheit werden.

Autor: Michael Bieckmann

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