Fünf Mitbewohnertypen und wie du mit ihnen umgehst

Fünf Mitbewohnertypen und wie du mit ihnen umgehst

Die Zahl der Studierenden in Deutschland steigt jährlich und oft erscheint der Einzug in eine WG als beste Lösung. 4,92 Millionen Deutsche haben sich nach einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im vergangenen Jahr für diese Form des Wohnens entschieden. Oft nicht unbedingt aus Sympathie zum Mitbewohner, sondern einfach um Geld zu sparen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Mitbewohner können also manchmal wie die liebe Familie sein – man kann sie sich nicht immer aussuchen. In der 30. Ausgabe der jade.impuls haben wir dir fünf verschiedene Mitbewohnertypen genauer vorgestellt. Hier geben wir dir ein paar Tipps, wie dein WG- Leben mit dem jeweiligen Typ etwas besser funktionieren kann.

Das Phantom

Das Phantom – selten in der WG gesichtet und wenn überhaupt nur durch einen leichten Windhauch bemerkbar.
Tipp: Genieße die Ruhe und freue dich über die seltenen Momente, in denen du das Phantom zu Gesicht bekommst. Andere wünschen sich eine Wohnung ganz für sich allein und du musst dafür sogar nur die halbe Miete zahlen. 
Vielleicht könnt ihr ja einen Wettbewerb daraus machen, wer das Phantom am häufigsten sichtet!?

Der Kleinkarierte

Alles ist bis aufs kleinste Detail durchgeplant, und jeder Cent in der WG-Kasse wird genauestens überprüft. Staubkörner und Krümel haben hier keine lange Daseinsberechtigung.
Tipp: Freu dich einfach über den kostenlosen Putzservice und eine jederzeit vorzeigbare Wohnung. Um diesen Mitbewohnertypen nicht zu vergraulen, solltest du allerdings gelegentlich auch mal selbst den Staubwedel schwingen und deine Pizzakartons entsorgen, bevor sie anfangen sich selbst zu bewegen.

Das Muttersöhnchen

Das Muttersöhnchen – am Wochenende immer zuhause. Als Souvenir aus der Heimat hat es stets frisch gewaschene Wäsche und prall gefüllte Tupperdosen dabei.
Tipp: Fasse dir doch mal ein Herz und erkläre ihm Dinge wie die Bedienung der Waschmaschine oder die Funktion des Kochtopfs. Im Gegenzug darfst du bestimmt auch von Muttis Kochkünsten profitieren und vielleicht bleibt es dann ja am Wochenende mal mit dir in der WG.

Die Übermutter

Montag WG-Kochen, Dienstag Spieleabend und am Mittwoch zusammen Vorglühen für die Semesterparty. Die Übermutter weiß, wie sie alle ihre Schützlinge zusammenhält und dein Terminkalender ist prall gefüllt. Freiraum? Fehlanzeige!
Tipp: Eine Partnersuche oder das Suchen eines Hobbys für die Übermutter könnten Abhilfe schaffen und ihre Aufmerksamkeit auf das Geschehen außerhalb der WG lenken. Ansonsten hilft da nur ein gemeinsamer Terminkalender, in den du deine Termine OHNE die Übermutter gut leserlich eintragen kannst.

Das wandelnde Chaos

Klebrige Essensreste auf dem Fußboden und der Anruf mitten in der Nacht, weil es seinen Schlüssel vergessen hat, gehören hier zum Standardprogramm und manchmal fühlst du dich als hättest du bereits ein Kind.
Tipp: Versuche tolerant zu sein und zur Not auch mal beide Augen fest zuzudrücken. Einmischen ist hier nicht der richtige Weg, denn dieses Exemplar lernt nur aus den eigenen Fehlern.
Vielleicht ist dein Mitbewohner auch einfach nur schlau, denn: Das Genie beherrscht das Chaos!

Egal welchen Typ Mitbewohner du bei dir zuhause findest und wie sehr du dich manchmal ärgerst, das Studentenwerk Oldenburg rät in seinem Infomagazin „MOIN Campus“, nicht direkt deine Taschen zu packen und zu gehen. Man solle die Situation lieber als Herausforderung sehen und manchmal entwickle sich der verhasste Mitbewohner zum „Lieblingsmitbewohner auf den zweiten Blick sozusagen“.
Hast du deinen Mitbewohner wiedererkannt und vielleicht schon die ein oder andere lustige WG- Geschichte erlebt? Dann schicke uns doch eine Nachricht bei Facebook oder hier über das Kontaktformular.

Autorin: Paulina Rottmann

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