Eine Reise durch das Winter Wonderland – ein Abend auf dem Hochschulball

Eine Reise durch das Winter Wonderland – ein Abend auf dem Hochschulball

Die ersten Gäste treffen ein. Am Eingang werden sie mit Sekt und Orangensaft begrüßt und gehen weiter zur Garderobe, wo Taschen und Jacken abgelegt werden. Die Fotografier-Ecke mit aufgestellter Wand aus Lichterketten, geschmückt mit kunstschneebedeckten Tannenbäumen und Geschenken, steht bereit. Der verlockende Geruch des Buffets kitzelt einem an der Nase und folgt man dem Klang des Lachens, kommt man ins „Winter Wonderland“. Tannenzweige, silbernes Lametta und handgemachte Schneeflocken dekorieren den Saal. Immer mehr Paare wirbeln zur Live-Musik über die Tanzfläche und man sieht nur glückliche Gesichter.
Das ist der diesjährige „Winter Wonderland“-Hochschulball.

Am 23. November fand der Hochschulball im Gorch-Fock-Haus, unter der Organisation des AStA statt. Pia studiert Tourismuswirtschaft und leitet zusammen mit Noam das Event-Referat des AStA. Somit sind beide auch für die Planung des Hochschulballs zuständig. Organisatorische Unterstützer sind auch der WATT e.V. und das Jade Kulturwerk. Gemeinsam entwickelten sie das Motto „Winter Wonderland“, in Anlehnung an die Szene vom Harry Potter Winterball. Durch Pias Vorschlag begannen die Vorbereitungen bereits im August, das Datum wurde gesetzt, die Location gebucht, Live-Band und DJ wurden organisiert, die Gema-Lizenz zur Musiknutzung wurde eingeholt und vieles mehr.

Die Tickets waren schon im Vorverkauf ausverkauft, sodass es keine Abendkasse mehr gab. Es scheint also, als wäre der Ball sehr gefragt. Konnte der Ball den Erwartungen der Gäste entsprechen?
Alica studiert Lehramt in Oldenburg und war positiv überrascht: „Ich war letztes Jahr hier und fand es eher spießig, deshalb wollte ich nicht kommen, aber meine Freundin hatte noch eine Karte übrig und ich hab mich überreden lassen. Es ist dieses Jahr auf jeden Fall besser, vor allem, da es offener ist.“
Andere Gäste, darunter auch Elektrotechniker Matz, waren sehr angetan von der Dekoration.
„Die Deko ist sehr schön. Ich mag diese Tannenäste auf den Tischen, die mit Kunstschnee besprüht sind. Dadurch kommt endlich die Weihnachts- bzw. Winterstimmung auf.“

Auch die Organisatorin Pia ist sehr froh über den Verlauf des Hochschulballs:
„Ich bin super begeistert. Ich hatte erst ein paar Bedenken, dass die Tanzfläche leer bleiben würde und dass wir das mit der Deko nicht mehr hinbekommen. Aber jetzt bin ich mir sicher, dass wir eine gute Auswahl getroffen haben. Ich hab da wirklich mein ganzes Herzblut reingesteckt und hab praktisch dafür die letzte Woche in der Hochschule gelebt. Aber die Tanzfläche ist voll und ich sehe nur glückliche Gesichter. Es ist noch nichts kaputtgegangen und es gibt eine große Schlange an der Fotografier-Ecke, besser könnte es nicht sein.“

Die Essensauswahl veranlasste den einen oder anderen dazu, seine Augenbraue zu heben. Denn das Essen wurde diesmal nicht vom AStA organisiert, sondern das Gorch-Fock-Haus bot ein Verkaufsbuffet mit Klassikern wie Frikadellen und Bockwurst an. Das war für die meisten Gäste etwas ungewöhnlich, da es bei vorherigen Bällen nicht der Fall war. „Das Essen war jetzt nichts Herausragendes, es gibt ja nur Currywurst und so, aber es war lecker.“, sagt MWJ-Studentin Sina. Auch andere Gäste wie Klaus, der von Beruf Maschinist ist, haben den Versuch gewagt: „Das Essen ist sehr lecker. Es ist so ein bisschen auf die Studenten gemünzt, die jetzt kein Super-Luxus-Mahl bezahlen möchten oder können, von daher finde ich das sehr angenehm.“

Als Highlight des Abends galten die Live-Band, Tänze und Kostüme. In diesem Jahr gab es eine neue Live Band „The High Fives“, sie spielte Lieder, wie „Treasure“ von Bruno Mars und „Billie Jean“ von Michael Jackson. Gegen Mitternacht wurden sie vom DJ Danny Disco abgelöst. Die Musik ist bei den Gästen gut angekommen und die Tanzfläche war dementsprechend den ganzen Abend gut gefüllt.

Ein Paar wollte die Tanzfläche am liebsten gar nicht mehr verlassen. Maschinist Klaus und Bibliothekarin Walburgis sind beide Tänzer und nutzen vor allem zur Winterzeit Veranstaltungen für ihre Standardtänze. Studentenbälle begeistern Walburgis besonders:
„Ich liebe die Studentenbälle, weil es eine Sorte von Bällen ist, bei der es überwiegend junge Leute gibt. Dann ist die Musik auch fetziger und vielseitig, sodass man sowohl zusammen, als auch auseinander tanzen kann. Das gefällt mir super. Wir finden, dass es den Hochschulball weiterhin geben sollte. Es ist schade, dass so wenige Mitarbeiter und Professoren die Gelegenheit nutzen.“

 

Autorin: Nahid Dawood

 

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